Torger Möller, M.A.
Vita
Studium der Soziologie, Informatik, Medizin-Soziologie und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Marburg und Hamburg
November 1997 Abschluss des Studiums im Hauptfach Soziologie mit den Nebenfächern Informatik und Medizin-Soziologie (Magister Artium)
April 1999 bis Oktober 2003 am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung, Universität Bielefeld
April 1999 bis März 2002 Promotionsstipendium am Graduiertenkolleg »Genese, Strukturen und Folgen von Wissenschaft und Technik«, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung
Dissertationsprojekt: »Der medizinische Diskurs über Epilepsie in Deutschland von 1910 – 1970«
Dreijähriges Graduierten-Ausbildungsprogramm in »Wissenschafts- und Technikforschung«
Oktober 2000 bis März 2001 und Oktober 2002 bis Dezember 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung
Projekt unter Leitung von PD Dr. Günter Küppers zur »Selbstorganisation der wissenschaftlichen Wissensproduktion«, Theoretische Konzeption, Modellbildung und Implementierung eines Simulationsprogramms in Java
Ausbildung und Erfahrung in der Moderation von Großgruppen mittels der Methode »Open Space«
Seit November 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Geschäftsstelle »Wissen für Entscheidungsprozesse – Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft«
Veröffentlichungen
Bücher und Artikel
Die langfristigen Probleme eines erfolgreichen Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. In: Sigurd Wichter/Oliver Stenschke (Hg.): Wissenstransfer und Diskurs. [im Erscheinen]
Disziplinierung und Regulierung widerständiger Körper – Zum Wechselverhältnis von Disziplinar- und Biomacht. In: Karl-Siegbert Rehberg (Hg.): Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. [im Erscheinen]
Der Index Medicus – eine diskursive Metaordnung des »Genres Wissenschaftszeitschrift«. In: Sigrid Stöckel u.a. (Hg.): Analyse von Wissenschaftszeitschriften an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. [im Erscheinen]
Kritische Anmerkungen zu den Begriffen Denkkollektiv, Denkstil und Denkverkehr – Probleme der heutigen Anschlussfähigkeit an Ludwik Fleck. In: Bozena Choluj / Jan C. Joerden (Hg.): Von der wissenschaftlichen Tatsache zur Wissensproduktion. Ludwik Fleck und seine Bedeutung für die Wissenschaft und Praxis. Frankfurt a.M. 2007, 397-413.
Die psychiatrische Kritik an gesellschaftlichen Vorurteilen als medizinische Legitimationsstrategie. In: Medizin, Gesellschaft und Geschichte, Beiheft 26 »›Moderne‹ Anstaltspsychiatrie im 19. und 20. Jahrhundert – Legitimation und Kritik«, 2006, S. 221-237.
Die Thematisierung sozialer Ungleichheit im Kontext von Professionsinteressen am Beispiel des medizinischen Diskurses über Epilepsie. In: Karl-Siegbert Rehberg (Hg.): Soziale Ungleichheit – Kulturelle Unterschiede. Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. Frankfurt a. M. 2006, S. 4383-4392.
Paranoia psychiatrica oder Querulantenwahn? Auf der Suche nach dem »Mad Scientist in Real Life«. In: Torsten Junge / Dörthe Ohlhoff (Hg.): Wahnsinnig genial. Der Mad Scientist Reader. Aschaffenburg 2004, S. 284-310.
Epilepsie und Geisteskrankheit. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 77, 2001, S. 17-23.
Franz, Heike / Kogge, Werner / Möller, Torger / Wilholt, Torsten (Hg.): Wissensgesellschaft. Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag. Tagung vom 13. – 14. Juli 2000 an der Universität Bielefeld. Bielefeld 2001. [zugleich: http://bieson.ub.uni-bielefeld.de/volltexte/2002/90/]
Franz, Heike / Kogge, Werner / Möller, Torger / Wilholt, Torsten: Vorwort. In: Dies. (Hg.): Wissensgesellschaft. Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag. Bielefeld 2001, S. 5-9. [zugleich: http://bieson.ub.uni-bielefeld.de/volltexte/2002/90/ ]
Ist die Aussage »Epilepsie ist eine Geisteskrankheit« ein Vorurteil? – Eine historisch-wissenschaftssoziologische Betrachtung. In: Epilepsieblätter 14, 2001, S. 41.
Epilepsie als Form der dämonischen Besessenheit. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 76, 2000, S. 20-25.
Die Entstehung der Epilepsie als Krankheit in der Geschichte. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 75, 2000, S. 33-39.
Die Gesellschaft der Epileptiker. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 74, 2000, S. 40-44.
Rezensionen
Schneble, Hansjörg: Heillos, heilig, heilbar. Die Geschichte der Epilepsie von den Anfängen bis heute. Berlin 2003. In: H-Soz-u-Kult, 22.11.2004, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-4-128.
Heiner, Stefan / Gruber, Enzo (Hg.): Bildstörungen. Kranke und Behinderte im Spielfilm. Frankfurt a. M. 2003. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 90, 2004, S. 22-23.
Keller, Reiner u.a. (Hg.): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Band 1. Theorien und Methoden. Opladen 2001. In: Sozialer Sinn, H.1, 2002, S. 173-178.
Sonstiges
Tagungsbericht: »Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressource füreinander« veranstaltet vom Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (Universität Bielefeld) in Kooperation mit dem Deutschen Museum (München) vom 3.2. – 4.2.2005, Bielefeld. http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=720.
Workshopbericht: »›Science Policy Studies‹. Veranstaltung der BMBF Förderinitiative ›Wissen für Entscheidungsprozesse – Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft‹ vom 18. – 19.11.2004 in Berlin.« In: circular (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), H. 31, 2005, S. 31.
Mahnmal für Zwangssterilisierte in Bethel eingeweiht. In: Einfälle. Zeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung, H. 75, 2000, S. 10-11.
Präsentationen
Vorträge (Auswahl)
»Juristisch kodifizierte politische Krankheitslehre – Die Auswirkungen des ›Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses‹ am Beispiel des medizinischen Diskurses über Epilepsie 1933 – 1945.« Kolloquium zur Zeitgeschichte am 30. November 2006, Freie Universität Berlin.
»Disziplinierung und Regulierung widerständiger Körper am Beispiel der Epilepsie.« 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 9. – 13. Oktober 2006, Universität Kassel.
»Die langfristigen Probleme eines erfolgreichen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Alltag am Beispiel der Krankheit Epilepsie«. 7. Kolloquium Transferwissenschaften »Wissenstransfer und Diskurs« vom 4. – 6. Oktober 2006, Universität Göttingen.
»Von der nosologischen Krise der Epilepsie zur erblichen Fallsucht – Der medizinische Diskurs von 1912 bis 1945.« 107. Berliner Medizinhistorischer Nachmittag am 6. Juni 2006, Institut der Geschichte der Medizin, Charité Berlin.
»Zum Verhältnis von wissenschaftlichem und populärem Wissen vor dem Hintergrund technischer Neuerungen in der Medizin.« Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) in Kooperation mit der Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung (GWTF) zum Thema »Technik und Öffentlichkeit« vom 26. – 28. Mai 2006, TU Berlin.
»Der Index Medicus – eine diskursive Metaordnung des ›Genres Wissenschaftszeitschrift‹.« Workshop des DFG Schwerpunktprogramms »Wissenschaft, Politik und Gesellschaft« zum Thema »Das ›Genre Wissenschaftszeitschrift‹ und die neue Wissenschaftsgeschichte« vom 6. – 7. April 2006, Medizinische Hochschule Hannover.
»Die Verteilung disparaten Wissens in Wissenschaft und Gesellschaft.« Tagung »Von der wissenschaftlichen Tatsache zur Wissensproduktion. Ludwig Fleck und seine Bedeutung für die Diskussion um Wissen, Kultur und Macht« vom 24. – 26. November 2005, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder.
»Die Thematisierung sozialer Ungleichheit im Kontext von Professionsinteressen am Beispiel des medizinischen Diskurses über Epilepsie.« 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 4. – 8. Oktober 2004. Ad hoc Gruppe »Professionen und soziale Ungleichheit«, Ludwig-Maximilians-Universität München.
»Disziplinierung und Regulierung widerständiger Körper. Der medizinische Diskurs über Epilepsie in Deutschland von 1910 – 1970.« Kolloquium des Instituts für Wissenschaft- und Technikforschung am 21. Januar 2002, Universität Bielefeld.
»Die Konstruktion wissenschaftlicher Erkenntnis: Ein Simulationsmodell« (zusammen mit Günter Küppers). Ringvorlesung »Mathematik und Mathematisierung in der aktuellen wissenschaftlichen Forschung« am 2. Mai 2001, Universität Bielefeld.
»Die Disziplinierung des epileptischen Körpers. Der medizinische Diskurs über Epilepsie in Deutschland von 1910 – 1970.« Institut für Medizin-Soziologie am 17. April 2001, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Poster
»Wissen für Entscheidungsprozesse – Forschung zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.« 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 4 – 8. Oktober 2004, Ludwig-Maximilians-Universität München.
»Ist die Aussage ›Epilepsie ist eine Geisteskrankheit‹ ein Vorurteil? – Eine historisch-wissenschaftssoziologische Betrachtung.« Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Sektion der internationalen Liga gegen Epilepsie 15. – 18. März 2001, Zürich.
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